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1. Sunbedlauf

Mhh, Sunbed .. Sonnenbetten? Paßt doch ideal in den Sommer. Doch nach ein kleinwenig Recherche konnte ich erfahren, dass es sich hierbei um Einlagen handelt. Auch schön, ich lauf trotzdem mit.

Wetter war ideal und die Startzeit sowieso. Freitag abends (31.07.) um 19:50 Uhr sollte es für mich losgehen. Schon um halb sechs war ich bei der Anmeldung und konnte mir bei gut gelaunten Helfern meine Startnummer inklusive gut gekühlten alkoholfreies Weizen (von Faust) abholen. Hab die Flasche dann gleich bei guten Bekannten geleert, in der Hoffnung, dass ich dann gleich Minuten schneller werde. Stand ja auch „isotonisch“ auf der Flasche und das ist doch gut oder?

Kurz vorm Start fand ich mich bereits im hinteren Bereich des Starterfeldes ein, in freudiger Erwartung auf den Startschuß. Doch eine halbe Minute vor dem Start, kam der Letzte des 5 km Laufes an und durfte unter Applaus durch das Spalier der 10 km-Läufer.
Pünktlich ging es dann los. Voraus die einzige Handbikerin. Habe ich auch das erste Mal bei einem Lauf gesehen.
Es ging dann auf einen 2,5 km Rundkurs durch den Ortskern mit ein paar langen Geraden und eckigen Kurven. Von den Anwohnern an der Strecke wurde man gut unterstützt und sogar ein junger Trommler hat sich eingefunden.

Nun zum Lauf. Ziel war es für mich, eine Runde in ungefähr 12:30 min zu bewältigen. Was für mich heißen würde: Bestzeit! Ging auch ganz gut los und die erste Zielüberquerung war bei 12:50. Hatte da schon meinen Rythmus gefunden und konnte das Tempo halten ohne an meine Grenzen zu kommen.
Zweite Runde der Durchlauf bei 25:20. Hey paßt doch. Diesmal mußte ich aber einen Becher an der Wasserstation mitnehmen und habe den Inhalt gleich mal ins Gesicht geschmissen. Jetzt begann ich auch langsam werdende Läufer einzusammeln.
Dritte Runde Durchlauf bei 38:00. Jo sakra, hat das Weizen was gebracht? Da gönn‘ ich mir noch ein Becher. Von unten ins Gesicht geschmissen und tief dabei eingeatmet. *hustroechel* Jetzt ist die Nase auch schön durchgepustet.

Endspurt und im Ziel stand eine 50:32 min. Bestzeit! Steigerung um zweieinhalb Minuten gegenüber letztem Jahr im September auf den 10 km.
Danach wieder Getränkeversorgung mithilfe von alkohlfreiem Weizen. Ich glaub die wollen uns süchtig danach machen.

Tja, ein gelungener Lauf für mich und ich denke auch für den Veranstalter. Überall gut gelaunte Helfer und auch keine großen Probleme bzw. Beanstandungen am Ablauf.

Ich komm wieder, keine Frage 🙂 .

Härtetest Hypolauf

Anfang April habe ich mit meiner Halbmarathon-Vorbereitung begonnen und habe mir einige Zwischenziele bzw. „Härtetests“ gesetzt.

So wie der Gestern direkt vor meiner Haustür stattfindende Hypolauf in Aschaffenburg. Länge 7,9 km auf einem Rundkurs mit 5 Runden. Finisher über 1.900, verteilt auf 4 Läufen eingeteilt nach Leistungsstufe.

Schon einige Tage zuvor war ich recht kribbelig. Bei wetter.com stand für den Zeitram des Laufes eine dicke fette Regenwolke als Vorhersage im Raum. Schon beim Start meines D-Laufes (alle Erstteilnehmer als auch jene die nicht schneller als 42 min in früheren Läufen waren) wurde es Gewissheit … es wird nass. Es fing an zu tröpfeln *grml*.

Rund 900 Starter beim D-Lauf und ich mittendrin. Was ein Gewusel während des Starts und auf der 1. Runde. Quer hin und her hüpfen auf der kompletten Straßenbreite, teilweise fast stehenbleiben weil doch noch langsamere vor mir starteten usw. Trotz allem alles ohne blauen Flecken überstanden :).

Fand ganz gut mein Tempo und es lief so vor sich hin. Dann in der 4. Runde öffnete der Himmel seine Schleusen und wir wurden so richtig nass. Abkühlung ist ja gut aber so viel auf einen Schlag ^^ ? Und das wo ich eigentlich aus Zucker bin.

Letzten 500 m dann nochmal richtig Gas gegeben und einige viele Läufer „aufgesammelt“. Am Ende stand eine Zeit von 43:22 min fest. Ziel war es für mich unter 48 min zu laufen und nicht aus dem letzten Loch zu pfeifen und es hat geklappt (Härtetest bestanden). Endplatzierung 1423 von 1908. Langzeitziel: in der Altersklasse M85 auch joggend ins Ziel zu kommen, mein Respekt.

Nächstes Jahr bin ich auch wieder dabei, hoffentlich bei schönerem Wetter. Und zu den Kenianern im A-Lauf schaff ichs auch noch 😉 .

Nächster geplanter Härtetest Sonnwendlauf Ebern so um die 11 km bis dahin.

Mein erstes Rennen

Kaum bin ich gut zweieinhalb Monate im Training, schon endet für mich langsam die „Jog-Saison“. Nein, keine Verletzung ist schuld, sondern die Verschiebung der Prioritäten zugunsten Tischtennis in den Wintermonaten.
Ziel war es, nach meinem „knüppelharten“ Training einen Wettkampf über eine Mindestdistanz von 5 km zu bestreiten.

Habe mich dann vor gut einer Woche beim Lauftag in Elsenfeld für die 10 km angemeldet.
Grundlagen um die Strecke zu überstehen hatte ich wohl genügend gelegt. Maximale Trainingslänge war bis dahin 10 km mit 300 Höhenmetern in 1h05min (Gesamt knapp 120km).
Selbstgestecktes Ziel war für diesen Lauf eine Zeit unter einer Stunde, da wenig Höhenmeter zu bewältigen waren.
Hatte mir blauen Himmel für diesen Tag bestellt und dann auch bekommen. Bestes Rennwetter beim Start um 08:45 morgens. 208 Teilnehmer am Start und in dem Bereich in dem ich stand (hinten) beste Stimmung.

Während des 1. Kilometers „harte“ Positionskämpfe, fand die Strecke ein bischen schmal für den 1. Kilometer … nur eine halbe Straßenbreite. Die ersten 1000 Meter hab ich aber dann doch in 6 min hinter mich gebracht. Voll im Plan.
Dann kam ich wohl langsam ins rollen, konnte mich an einige dranhängen und auch hinter mir lassen. Schon hier hörte ich das verräterische Piepsen mancher Pulsuhr. Nach 4 Kilometer stand auf meiner Analoguhr 22 Minuten zu Buche. Mein erster Gedanke: Wow bist du schnell, sind die 60 min ja locker zu knacken.

Nach knapp 5,5 km der Wendepunkt. Die Rennspitze hatte den schon ein Weilchen passiert. Hatte dann auch eine Läuferin gefunden hinter der ich herhecheln durfte. Nach der Wende gings dann auch fast nur noch bergab und ich übernahm die Führungsarbeit und hechelte vorraus.
Km 8 wurde schnell erreicht und laut analogen Uhr war ich erst bei 43 min. Ja wie ich werde schneller? Dolle Sache.

Die Läuferin ist immer noch hinter mir und ich zieh sie wohl mit. Nur noch 1 km bis ins Ziel, och geben wir noch ein wenig Gas. Nach 100 m gasgeben ein wenig zurückgenommen da ich schon fast am überpacen war.
600 m noch vor mir 4 Läufer die immer näher kommen und auch schnell überlaufen werden. Auf der Zielgeraden dann noch einer vor mir der nicht mehr so recht vom Fleck kommt und den ich mir dann auch noch gekrallt habe.

Am Ende stand auf der Tafel eine Zeit von 53:02 min. Jubeltrubel … ich werde Profi!! Meine Verfolgerin hat dann auch noch eine persönliche Bestzeit geschafft.

Gesamtplatz 153 und in der Altersklasse Männer (U30) 15 von 17.

Hat richtig Spaß gemacht das Rennen und werde nächstes Jahr hoffentlich wieder dabei sein.
Wie oben schon geschrieben häng ich die Laufschuhe erstmal an den Nagel und werde dann nächstes Jahr im April wieder einsteigen (oder lauf ich doch noch am Sonntag ein kleines 5 km-Rennen mit?). 3 Monate früher als dieses Jahr, macht euch auf was gefaßt 😉