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8. Lauftag – Halbmarathon

Schmeiße schon seit einiger Zeit meine armen Knochen durch die Botanik und habe so in den letzten 4 Jahren über 2000 km auf die Laufuhr genagelt. Von Jahr zu Jahr wurden die Kilometer und im letzten Winter bin ich auch ein klein wenig gelaufen. Siehe auch meinen letzten Blog-Eintrag.

Aber wie bereite ich mich auf einen Halbmarathon vor ohne Plan? 3 Läufe pro Woche habe ich mir als Ziel gesetzt und alle mind. 10km . Naja das mit Ziele setzen und Ziel erreichen im Lauftraining hab ich noch nicht so sehr drauf. Im Juni ein kleiner Knick im Lauftraining wegen Erkältung und danach zumindest immer 2 Läufe pro Woche geschafft.
Im Juli noch bei 3 Wettkämpfen mitgemacht:
Sefra rennt gegen Gewalt: 6km in 28:50 min
Rotary-Benefizlauf: 10 km in 49:12 min
Oscheffer-TSG-Lauf: 5 km in 23:19 min (hui ich kann schnell)
Ein langer Lauf mußte noch sein um zu testen ob ich überhaupt lang kann. Also drei Wochen vorher auf flacher Strecke 18 km versucht im Trainingstempo zu laufen. Waren drei Runden also auch mal mit Trinkpause und ich war nach 1:47 h im „Ziel“. Somit wenn ich 18 schaffe, dann schaffe ich auch 21 (pippifax). Plan stand fest … Halbmarathon ist fällig.
Die Woche davor nur noch ein Läufchen ganz locker und am Freitag ne Radtour die ich mir wohl besser verkniffen hätte 60 km und 1500hm. Vorher noch nie sowas gestrampelt aber ich wollte ja unbedingt. Total KO am Freitag, Samstag Beine sehr hoch gelegt ^^

Und Sonntag klingelt um 8 der Wecker. Paar Toasts mit Marmelade gefuttert, 9 losgedüst und um 10 war der Start. Was hatte ich mir eigentlich vorgenommen zu laufen?
Eine 2:06h sollte es mindestens werden und über unter 2h bin ich glücklich. Durchgangszeiten die ich mir als Maximum ausgesucht habe waren für km 6 35min, km 12 70min und km 18 die 1h47 aus dem Training. (Hab nur so ne Uhr mit Zeiger dran, nix GPS o.ä.)

Schön hinten eingereiht und los gings. Versucht meinen Rythmus zu finden und auch eine Läuferecke mit meinem Rythmus. Wurde erst eine kleine Runde gedreht bevor es in den Wald ging auf die Schotterstrecke. Lief überraschend gut und von der Radtour hab ich zum Glück nix gespürt. War auch alles gefühlt flach bis wir in Erlenbach ankamen. Da ging es dann mal ein wenig in den Wald hoch. Nach dem steilsten Stück auch der 1. Verpflegungspunkt. Becher geschnappt versucht was in den Hals zu bekommen und natürlich den Falschen erwischt. Egal Rest in den Nacken und im selben Takt weiter getrabt. Ab hier hatte ich dann eine nette Begleitung. Obwohl geredet haben wir nicht viel, aber sie war immer neben oder zumindest hinter mir. Zwischendurch kurz die Frage wo die Begegnungsstrecke beginnt, meine Antwort „Noch net“ ^^.
Km 6 war dann auch bei ungefähr 34 min geschafft, also voll im Plan. Verpflegung 2 genutzt, diesmal ohne Verschlucken und es wird warm. Km 10 bei ungefähr 56min überschritten. Gut? Keine Ahnung, ich fands flott und mir ist warm. Verpflegung 3 auch wieder genutzt und weiter.

Km 12 war auf jedenfall unter 70 min, hab die Zahl aber vergessen. Meine Begleitung fängt jetzt an Fotos von ein paar Entgegenkommenden zu machen (ahh, deswegen die Frage) und schließt immer wieder auf mich auf. Ich glaub sie könnte schneller wenn sie wöllte.
Wendepunkt erreicht, jippieh und gleich danach die nächste Verpflegung und ich entschließe mich für nen Becher Wasser plus nen Schwamm. Nur der Schwamm fällt mir aus der Hand, gehe zurück um ihn aufzuheben und meine Begleitung hat schon nen fetten Vorsprung. Hier hab ich sie leider verloren.
Egal dann eben selbst durchbeißen. Vorletzte Verpflegung auch wieder nen Schwamm und Becher aber diesmal hab ichs mit der Koordination besser drauf. km 18 bei 1h41min erreicht. Boah bin ich schnell. Noch massig Zeit für unter 2h. Ich fange aber leider auch schon mit Kämpfen an. Oberschenkel und auch ein wenig der Rücken.

Letzte Verpflegung rund 900 m vorm Ziel. Hier nur noch nen Schwamm. Wasser steht wohl genügend im Ziel. Schwamm auf dem Kopf ausgedrückt. Und schon sieht man von Weitem das Ziel, eine ewig lange Gerade. Und die Uhr … da ist ne 1:58 vorne oder doch ne 6 … laufen laufen … das war ne 6. Im Ziel und geschafft, hab mir eine 1:58 gemerkt. Erstmal Schatten her und dann ein Wasser, ein zweites Wasser, dann nen alkfreies Weizen, achkomm Iso geht auch noch. Und dann noch ein Lob und Dank von meiner zeitweiligen Begleiterin, dass ich so gut mitgezogen hätte. Geht runter wie Öl.

Jippieh Halbmarathon. Und in der Ergebnisliste steht eine Zeit von 1:57:09 … Genial. Und das bei der Hitze.
Und vielleicht nächstes Jahr, selbe Stelle selbe Welle.
Link zum Lauf: www.Lauftag.de

Aktueller Gesundheitscheck: Treppen sind mein Feind, Rücken merk ich nix mehr (lauf wohl auch ein wenig schräg) und ich spüre meine Beine ^^

Fazit: ein paar mehr lange Läufe als Einer dürfte es schon vorher sein. Ansonsten Premiere unter 2h was will ich mehr?

6. Lauftag des Lkr. Miltenberg

Wie in den letzten beiden Jahren ( 2008 , 2009 ) bin ich auch dieses Jahr wieder beim 6. Lauftag des Landkreises Miltenberg an den Start gegangen. Durch meine Voranmeldung konnte ich auch erst 20 Minuten vor dem Start eintreffen und die Startnummer zügig abholen. Wie auch schon in den letzten Jahren war die Moderation und die Musik im Start-/Zielbereich wieder Klasse.

Pünktlich um 8:45 Uhr ging es auf die altbekannte Strecke und ich legte gleich zügig los. Den ersten Kilometer auch schon in 4:30 heruntergerissen. Hab mich dann auch gleich ein wenig eingebremst, da meine Zielzeit eigentlich bei 49:30 min lag. Ab Kilometer 2 habe ich dann jeden Kilometer in rund 5 Minuten abgerissen. Ging dann die alte Bahntrasse immer „bergauf“. Eigentlich gar nicht zu spüren. Ab dem Wendepunkt ging es ja dann auch zum Glück nur noch „bergab“. Konnte mein Tempo immer schön halten, auch wenn ich doch ab und zu überholt wurde.

Bei km 8 dann einen humpelnden Läufer überholt, den ich dann in der Dusche wieder traf. Gute Besserung nochmal!

Die vier Verpflegungspunkte waren auch wieder gut verteilt, so dass keine Wünsche offen blieben. Letzten Kilometer nochmal ein wenig Gas gegeben und im Schlußspurt konnte ich dann doch noch einen Läufer überholen.

Endzeit brutto bei 49:17 min und neue persönliche Bestleistung. Das dritte Mal in Folge habe ich hier einen persönlichen Streckenrekord aufgestellt. Das heißt natürlich, dass ich nächstes Jahr auch wieder mit dabei bin. Außerdem muss die T-Shirt-Sammlung weiter ausgebaut werden.

Im Anschluß dann die warmen Duschen ausgiebig genutzt und den leckeren Kuchen schmecken lassen. Noch den Zieleinlauf bei den 3,6 km verfolgt und die Sonne im Ziel genossen.

Wie jedes Jahr ein Klasse organisierter Lauf und der Bilderservice ist auch nicht zu verachten.

Nächster Lauf dann die Goldbacher Meile. Bis dahin!

5. Lauftag des Lkr. Miltenberg

Und schon wieder eine neue persönliche Bestzeit und das auch noch unverhofft.

Doch erstmal von Anfang an.

Nachdem ich in Kleinostheim (siehe letzten Blogeintrag) meine Bestzeit über 10 km geradezu pulverisiert hatte auf 50:32 min, habe ich es irgendwie geschafft weniger zu Laufen und immer gute Ausreden fürs Nichtlaufen zu finden:

  • Och in 2 Tagen fahr ich in Urlaub, da lohnt sichs nicht.
  • Bin im Urlaub da jogg ich nicht
  • Muß mich vom Urlaub erholen
  • Boah is das warm
  • Das Bier ist soo schön kühl usw.

Also im Endeffekt seit 01.August bis gestern 6 Läufe mit insgesamt 59 Kilometern … aber überall mind. ein Grinsesmiley als Laufbewertung. Dafür aber jede Woche 1mal mind. 1 Stunde auf dem Rad-Ergometer. Bilde mir da immer schön fest ein, dass ich da meine Ausdauer/Herzfrequenz trainiere.

Eigentlich doch keine gute Vorraussetzung für eine neue Bestzeit. Gestern morgen dann dafür schön früh aufgestanden und meinen Magen mit fester Nahrung beglückt. Losgetuckert und im Auto die Heizung angemacht. Hoffentlich wirds wärmer, hab doch nur kurze Sachen zum Laufen dabei.

Startnummer abgeholt und dann, noch im Trainingsanzug, eingejoggt. Und wie auf Bestellung kommt die Sonne raus. Trainingsanzug schnell raus, ein wenig gedehnt und noch ein bischen weitergejoggt.

Start pünktlich um 8:45 und ich diesmal nicht ganz hinten wie sonst, sondern mittendrin. Lief sich auch super an. Ab und zu jemanden überholt und seltenst selbst überholt worden.

Bei km 3 deutete sich ein Seitenstechen an und gleich mal weggeatmet.
km 5 … mhh laut Analog-Uhr so 26 min gebraucht, letzten km immer im ungefähren 5er Schnitt. Schön, kann so weitergehen(laufen).
km 7, ich werde überholt. He den hatte ich doch schon bei km 3 selbst überholt.
km 8, er wird langsamer, oder ich schneller? Jedenfalls sein Vorsprung bleibt konstant (25 m).
km 9, jippieh ich hab ihn eingeholt. Laufen nebeneinander.
km 9,234 so jetzt geben wir mal langsam Gas, auch wenn meine Oberschenkel langsam das Brennen anfangen. Mein Wille ist stärker.
km 9,877, die lange Zielgerade, ich sehe die Zieluhr Punkt 50:00. Erster Gedanke: Verdammt, die 50 nicht geknackt. Kurz danach, aber Bestzeit wirds!
km 10, 50:20 min. (Letztes Jahr 53:02)

Und gleich ab in die Verpflegungszone. Iso, Apfelsaft, Wasser, Bananen und Weizen. Überall durchprobiert.

So was lerne ich jetzt aus diesem Lauf? Weniger Training bringt Bestzeit … oder hättest mehr trainiert hättest die 50 geknackt (Jahreskilometer 326).
Egal, dann fällt die 50 eben nächstes Jahr. Noch ein Rennen am Sonntag (vielleicht die Goldbacher Meile) und die Laufsaison muss der Tischtennissaison weichen.

Homepage des Veranstalters

Verpflegung top, Strecke top, ich komm wieder!

Mein erstes Rennen

Kaum bin ich gut zweieinhalb Monate im Training, schon endet für mich langsam die „Jog-Saison“. Nein, keine Verletzung ist schuld, sondern die Verschiebung der Prioritäten zugunsten Tischtennis in den Wintermonaten.
Ziel war es, nach meinem „knüppelharten“ Training einen Wettkampf über eine Mindestdistanz von 5 km zu bestreiten.

Habe mich dann vor gut einer Woche beim Lauftag in Elsenfeld für die 10 km angemeldet.
Grundlagen um die Strecke zu überstehen hatte ich wohl genügend gelegt. Maximale Trainingslänge war bis dahin 10 km mit 300 Höhenmetern in 1h05min (Gesamt knapp 120km).
Selbstgestecktes Ziel war für diesen Lauf eine Zeit unter einer Stunde, da wenig Höhenmeter zu bewältigen waren.
Hatte mir blauen Himmel für diesen Tag bestellt und dann auch bekommen. Bestes Rennwetter beim Start um 08:45 morgens. 208 Teilnehmer am Start und in dem Bereich in dem ich stand (hinten) beste Stimmung.

Während des 1. Kilometers „harte“ Positionskämpfe, fand die Strecke ein bischen schmal für den 1. Kilometer … nur eine halbe Straßenbreite. Die ersten 1000 Meter hab ich aber dann doch in 6 min hinter mich gebracht. Voll im Plan.
Dann kam ich wohl langsam ins rollen, konnte mich an einige dranhängen und auch hinter mir lassen. Schon hier hörte ich das verräterische Piepsen mancher Pulsuhr. Nach 4 Kilometer stand auf meiner Analoguhr 22 Minuten zu Buche. Mein erster Gedanke: Wow bist du schnell, sind die 60 min ja locker zu knacken.

Nach knapp 5,5 km der Wendepunkt. Die Rennspitze hatte den schon ein Weilchen passiert. Hatte dann auch eine Läuferin gefunden hinter der ich herhecheln durfte. Nach der Wende gings dann auch fast nur noch bergab und ich übernahm die Führungsarbeit und hechelte vorraus.
Km 8 wurde schnell erreicht und laut analogen Uhr war ich erst bei 43 min. Ja wie ich werde schneller? Dolle Sache.

Die Läuferin ist immer noch hinter mir und ich zieh sie wohl mit. Nur noch 1 km bis ins Ziel, och geben wir noch ein wenig Gas. Nach 100 m gasgeben ein wenig zurückgenommen da ich schon fast am überpacen war.
600 m noch vor mir 4 Läufer die immer näher kommen und auch schnell überlaufen werden. Auf der Zielgeraden dann noch einer vor mir der nicht mehr so recht vom Fleck kommt und den ich mir dann auch noch gekrallt habe.

Am Ende stand auf der Tafel eine Zeit von 53:02 min. Jubeltrubel … ich werde Profi!! Meine Verfolgerin hat dann auch noch eine persönliche Bestzeit geschafft.

Gesamtplatz 153 und in der Altersklasse Männer (U30) 15 von 17.

Hat richtig Spaß gemacht das Rennen und werde nächstes Jahr hoffentlich wieder dabei sein.
Wie oben schon geschrieben häng ich die Laufschuhe erstmal an den Nagel und werde dann nächstes Jahr im April wieder einsteigen (oder lauf ich doch noch am Sonntag ein kleines 5 km-Rennen mit?). 3 Monate früher als dieses Jahr, macht euch auf was gefaßt 😉