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Härtetest SEFRA rennt

Soll man es wirklich Härtetest nennen? Lauf für einen guten Zweck und dann „nur“ 6 km.
Egal, ich wollte einfach unbedingt mitlaufen. Startgebühr ging komplett an Sefra (http://www.sefraev.de).

War schon früh am morgen putzmunter (wie immer) und sehnte schon den Start herbei. Daheim noch schnell eine Banane verdrückt und den Magen ein wenig mit Wasser gefüllt. Ich durfte diesesmal auch wieder meine Lieblingspaparazzo und Anfeuerin mitnehmen (Freundin). Um kurz vor 10 ging es dann aus dem Haus. Start sollte um 10:30 sein, also noch ewig Zeit.

Im Startbereich angekommen hörte man schon von Weitem: „1 … 2 … 3 und 4 und andres Bein!“.
Wahhh … Aufwärmgymnastik verpaßt, egal: „learning by gucking“. Dann noch schnell warmgejoggt und schon war ich im Startbereich zu finden.

Auf einmal machts Peng und los gings. Vor mir ein junges Mädel das fast Panik bekommen hat und rechts und links jeden anrempelte, aber es ging ohne Verletzte gut 😉 . Fand dann auch schnell mein Tempo und es ging den Rundkurs entlang: Landing runter – Sandgasse hoch – Roßmarkt – kurz durch den Schöntalpark – am Herstallturm vorbei – auf die Frohsinnstraße Richtung Hauptbahnhof – dann wieder links zur Stadthalle zum Start-/Zielbereich. Das alles insgesamt dreimal. Im Zielbereich auch eine Band die schön Stimmung gemacht hat.

Aber kennt Ihr das auch: Man joggt/läuft/rennt sein Tempo, vor einem ist jemand der extrem unregelmässig läuft und plötzlich ist man neben ihm und hört sein panikmässiges Gejappse. Und da plötzlich wird die eigene Atmung nicht mehr so locker *grml*, man will abhauen, aber er (sind ja eigentlich immer ers) will unbedingt an mir dranbleiben und meine Atmung durcheinanderbringen.

Hab aber trotzdem das Ziel erreicht 🙂 .

Zeit: 31:06 min und somit schnellste Pace die ich je gelaufen bin: 5:11 min/km.

Nach dem Lauf noch schnell ein paar Stückchen Kuchen gemampft um die Kalorienbilanz aufzubessern.

So geht das.

Härtetest Sonnwendlauf

Wie in meinem letzten Blogeintrag angekündigt mein Bericht über den 5. FTE Sonnwendlauf am 21.06. in Ebern:

Letztes Jahr habe ich meiner Schwester (die dort wohnt) vollmundig angekündigt beim nächsten Lauf mitzulaufen. Brav wie ich bin, habe ich mich auch sehr früh dafür angemeldet.

Angeboten wurden Hobby- (3,5 km), Fitness- (10,5 km) und Hauptlauf (Halbmarathon) sowie einige Kinderläufe und ein schönes Fest rundherum.
Gemeldet habe ich mich für den Fitnesslauf als Test für meinen Halbmarathon Mitte September.

Nach einer Bratwurst und einem saftigen Steak zum Mittagessen war ich gut vorbereitet (ohne Mampf kein Kampf) für meinen Lauf der um 15:30 starten sollte.
Reihte mich dann auch schön weit hinten ein, da ich befürchtete dass da gleich die Post abgehen wird. Ging aber dann doch ganz gemütlich los.
Zu Beginn mußte eine kleine Schleife gelaufen werden um auf die dreimal zu laufende Runde zu kommen. Durfte auf dieser Runde auch einige Stellen in Ebern kennenlernen die ich noch nicht kannte.

Hauptteil der Strecke verlief auf dem Anlagenring der schön fein geschottert war. Zwischendurch gings dann raus in Richtung „Eiswiese“ und unter der B279 durch in Richtung Sandhof. Dort kurz gewunken und schon gings wieder rein nach Ebern auf den Anlagenring. Kurz danach eine wirklich knackige Steigung bei der Polizei. Dann ging es am Grauturm vorbei wieder Richtung Start und Ziel am Festplatz.

Nach der ersten Runde war ich noch topfit und konnte die Geschwindigkeit gut halten. Beim Durchlauf an der Eiswiese war auch ein netter Mann der jedem seine aktuelle Position durchsagte (war aber glaub ich kein offizieller Helfer). Klasse Service.
In der zweiten Runde fielen mir dann auch das erste Mal die Versorgungsstände auf. Waren 2 Stück an der Zahl … hätte mich somit 6mal Verpflegen können, aber dann wäre ich wohl nie ins Ziel gekommen.
Das zweite Mal den „Polizeiberg“ hoch, eine Läuferin mußte ihn schon gehen, doch ich kämpfte mich hoch, getragen vom Beifall der Zuschauer.

Ging nun auch schon in die 3. Runde. Zu Beginn der Runde fühlte ich mich auch recht einsam, konnte vor mir keinen Läufer sichten und hinter mir keinen hören. Als es wieder aus dem Ring in Richtung Sandhof ging sah ich dann doch noch welche vor mir ihre Kreise drehten.
Kurz bevor es wieder nach Ebern reinging konnte ich einen einholen, seine Atmung klang aber auch nicht mehr so rosig. Jetzt war nur noch eine vor mir die ich „kaschen“ konnte, doch es waren noch mind. 200 m bis zu ihr. Aber der Polizeiberg war noch ein letztes Mal zu erklimmen.
Also Herzreserven ausgepackt und ab ging die Post am Berg … geradezu hochgeflogen und siehe da ich war hinter ihr. Nur fehlte mir jetzt noch das letzte Pfund um sie wirklich zu überholen. Ließ sie also meinen heißen Atem spüren und scheuchte sie ins Ziel 😉 .

Am Ende sprang dann heraus:
Gesamtplatz 60 von 89
Zeit: 43:32 min … Siegerzeit: 32:13 (hey, gar nicht so weit weg)

Mhh, 43 min auf 10 km … dubiosdubios, hätte ich meine Bestzeit über die 10 km glatt um 10 min verbessert.
Des Rätselslösung: Die Runde war wohl doch nicht runde 3,5km sondern nur um die runde 2,5 km. Offizielle Streckenlänge wird noch bekannt gegeben (Streckenlänge EDIT: 8570m). Schade, 2h angereist und dann die 10km nicht bekommen *grml*.

Trotz allem würde ich diesen Lauf jedem empfehlen. Klasse Stimmung an der Strecke, jeder wurde angefeuert und auch die Helfer waren alle supernett. Rundherum auch schönes Fest auf dem Festplatz, Läuferherz was willst du mehr?

Bericht der lokalen Zeitung zu dem Lauf

Achja, mein Neffe wurde im Bambinilauf Zweiter und will nächstes Jahr mit mir zusammen den Fitnesslauf mitlaufen 😉

Härtetest Hypolauf

Anfang April habe ich mit meiner Halbmarathon-Vorbereitung begonnen und habe mir einige Zwischenziele bzw. „Härtetests“ gesetzt.

So wie der Gestern direkt vor meiner Haustür stattfindende Hypolauf in Aschaffenburg. Länge 7,9 km auf einem Rundkurs mit 5 Runden. Finisher über 1.900, verteilt auf 4 Läufen eingeteilt nach Leistungsstufe.

Schon einige Tage zuvor war ich recht kribbelig. Bei wetter.com stand für den Zeitram des Laufes eine dicke fette Regenwolke als Vorhersage im Raum. Schon beim Start meines D-Laufes (alle Erstteilnehmer als auch jene die nicht schneller als 42 min in früheren Läufen waren) wurde es Gewissheit … es wird nass. Es fing an zu tröpfeln *grml*.

Rund 900 Starter beim D-Lauf und ich mittendrin. Was ein Gewusel während des Starts und auf der 1. Runde. Quer hin und her hüpfen auf der kompletten Straßenbreite, teilweise fast stehenbleiben weil doch noch langsamere vor mir starteten usw. Trotz allem alles ohne blauen Flecken überstanden :).

Fand ganz gut mein Tempo und es lief so vor sich hin. Dann in der 4. Runde öffnete der Himmel seine Schleusen und wir wurden so richtig nass. Abkühlung ist ja gut aber so viel auf einen Schlag ^^ ? Und das wo ich eigentlich aus Zucker bin.

Letzten 500 m dann nochmal richtig Gas gegeben und einige viele Läufer „aufgesammelt“. Am Ende stand eine Zeit von 43:22 min fest. Ziel war es für mich unter 48 min zu laufen und nicht aus dem letzten Loch zu pfeifen und es hat geklappt (Härtetest bestanden). Endplatzierung 1423 von 1908. Langzeitziel: in der Altersklasse M85 auch joggend ins Ziel zu kommen, mein Respekt.

Nächstes Jahr bin ich auch wieder dabei, hoffentlich bei schönerem Wetter. Und zu den Kenianern im A-Lauf schaff ichs auch noch 😉 .

Nächster geplanter Härtetest Sonnwendlauf Ebern so um die 11 km bis dahin.

Mein erstes Rennen

Kaum bin ich gut zweieinhalb Monate im Training, schon endet für mich langsam die „Jog-Saison“. Nein, keine Verletzung ist schuld, sondern die Verschiebung der Prioritäten zugunsten Tischtennis in den Wintermonaten.
Ziel war es, nach meinem „knüppelharten“ Training einen Wettkampf über eine Mindestdistanz von 5 km zu bestreiten.

Habe mich dann vor gut einer Woche beim Lauftag in Elsenfeld für die 10 km angemeldet.
Grundlagen um die Strecke zu überstehen hatte ich wohl genügend gelegt. Maximale Trainingslänge war bis dahin 10 km mit 300 Höhenmetern in 1h05min (Gesamt knapp 120km).
Selbstgestecktes Ziel war für diesen Lauf eine Zeit unter einer Stunde, da wenig Höhenmeter zu bewältigen waren.
Hatte mir blauen Himmel für diesen Tag bestellt und dann auch bekommen. Bestes Rennwetter beim Start um 08:45 morgens. 208 Teilnehmer am Start und in dem Bereich in dem ich stand (hinten) beste Stimmung.

Während des 1. Kilometers „harte“ Positionskämpfe, fand die Strecke ein bischen schmal für den 1. Kilometer … nur eine halbe Straßenbreite. Die ersten 1000 Meter hab ich aber dann doch in 6 min hinter mich gebracht. Voll im Plan.
Dann kam ich wohl langsam ins rollen, konnte mich an einige dranhängen und auch hinter mir lassen. Schon hier hörte ich das verräterische Piepsen mancher Pulsuhr. Nach 4 Kilometer stand auf meiner Analoguhr 22 Minuten zu Buche. Mein erster Gedanke: Wow bist du schnell, sind die 60 min ja locker zu knacken.

Nach knapp 5,5 km der Wendepunkt. Die Rennspitze hatte den schon ein Weilchen passiert. Hatte dann auch eine Läuferin gefunden hinter der ich herhecheln durfte. Nach der Wende gings dann auch fast nur noch bergab und ich übernahm die Führungsarbeit und hechelte vorraus.
Km 8 wurde schnell erreicht und laut analogen Uhr war ich erst bei 43 min. Ja wie ich werde schneller? Dolle Sache.

Die Läuferin ist immer noch hinter mir und ich zieh sie wohl mit. Nur noch 1 km bis ins Ziel, och geben wir noch ein wenig Gas. Nach 100 m gasgeben ein wenig zurückgenommen da ich schon fast am überpacen war.
600 m noch vor mir 4 Läufer die immer näher kommen und auch schnell überlaufen werden. Auf der Zielgeraden dann noch einer vor mir der nicht mehr so recht vom Fleck kommt und den ich mir dann auch noch gekrallt habe.

Am Ende stand auf der Tafel eine Zeit von 53:02 min. Jubeltrubel … ich werde Profi!! Meine Verfolgerin hat dann auch noch eine persönliche Bestzeit geschafft.

Gesamtplatz 153 und in der Altersklasse Männer (U30) 15 von 17.

Hat richtig Spaß gemacht das Rennen und werde nächstes Jahr hoffentlich wieder dabei sein.
Wie oben schon geschrieben häng ich die Laufschuhe erstmal an den Nagel und werde dann nächstes Jahr im April wieder einsteigen (oder lauf ich doch noch am Sonntag ein kleines 5 km-Rennen mit?). 3 Monate früher als dieses Jahr, macht euch auf was gefaßt 😉